Halbzeit !

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Halbzeit beim SCHALTwerk Projekt!
Was ist das „SCHALTwerk Kremsmünster 2030“

Dank einer Förderung durch den Klima- und Energiefonds (KLIEN) konnte in Kremsmünster ein Smart-City-Projekt mit Gesamtkosten von rund 1,11 Millionen Euro ab Juli 2019 aufgesetzt werden. 14 Projektpartner arbeiten seither in Kremsmünster und der Region an mehreren zukunftsweisenden Strategien und erproben gleichzeitig die Umsetzung.

Die sechs zentralen Schwerpunkte

• Zukunft: Querdenken (Die Traun4tler Alpenvorland Regionalstrategie)
• Future Workspace (Die Coworking-Zentrale in Kremsmünster)
• Local Energy Community (Energie gemeinsam erzeugen und nutzen)
• Unternehmenspioniere (Aufbau einer Kreislaufwirtschaft-Community)
• Tauschen- und Teilen-Plattform (Aufbau einer Sharing-Community)

• Soziokratische Grundlagen (Selbstbestimmte Organisation)



Im Mittelpunkt: das Kremsmünsterer Rathaus

Das Projektteam wird im Rathaus von Kremsmünster einen Co-Working Space einrichten und das Gebäude dabei als zentralen HUB einer Local Energy-Community positionieren. Die geplante Umsetzung ist zentrumsnahe und für die Öffentlichkeit sichtbar. Der weit verstreuten „New Work-Community“ der Region Traun4rtler Alpenvorland wird mit dem Rathaus in Kremsmünster eine attraktive, lokale Heimat geboten.

Konzepte zu geteilten Arbeitsplätzen gibt es prinzipiell in vielen Städten und urbanen Zentren, im Fall von Kremsmünster werden dabei aber weitere innovative Ansätze verfolgt: So plant das Projektteam nicht nur die Realisierung flexibler Arbeitsplätze in unmittelbarer Zentrumsnähe, sondern soll darüber hinaus gemeinsam mit Co-Working Space-Partnern in Linz, Amstetten und Kirchdorf auch ein überregionales Co-Creation-Netzwerk entstehen.


Local Energy Community

Um parallel dazu auch den Ausbau erneuerbarer Energie zu forcieren ist in und um den sogenannten Future Workspace außerdem der Aufbau einer „Local Energy-Community“ geplant, in der das zukünftige Co-Working-Gebäude als Prosumer (Produzent und gleichzeitig Konsument) eine zentrale Rolle spielen wird – eine bereits bestehende PV-Anlage wird dafür weiter aufgerüstet. Aktuell laufen Gespräche mit potenziellen MitgliederInnen (darunter ein Hotel, eine Fleischhauerei, eine Bäckerei, ein Kindergarten und private Haushalte), die in Zukunft innerhalb der Community nicht benötigte erneuerbare Energie (in erster Linie Strom, aber auch Wärme) an MitgliederInnen mit einem entsprechenden Bedarf weitergeben sollen.

Ziel ist einerseits der Ausbau der lokalen Energieerzeugung (vor allem PV), andererseits aber auch die Etablierung eines funktionierenden Energieaustausches auf Basis eines innovativen (kostengünstigen) Tarifmodells auf lokaler Ebene. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung der Mittelspannungs- und Hochspannungsnetze geleistet, wodurch sich die Ausfallsicherheit des gesamten Netzes in der Region erhöht. Das Projektteam sieht darin ein wichtiges Puzzleteil zur lokalen Blackout-Vorsorge, das auch bereits in umliegenden Gemeinden auf großes Interesse stößt und dort in Zukunft Nachahmer finden könnte.


Zwei Kreislaufwirtschaftsgemeinschaften

Unabhängig davon ist im Projekt weiters die Pilotierung und Erprobung von zwei Kreislaufwirtschaftsgemeinschaften geplant – einer Unternehmenspionier-Community und einer End-User-Sharing-Community. Ziel ist es, industrielle Schadstoffe zu reduzieren und durch individuelle und kollektive Lernprozesse Produktions- und Verbrauchermuster von Unternehmen, Kleingewerbe, Ein-Personen-UnternehmerInnen (EPUs) und BürgerInnen nachhaltig zu verändern und zu mehr Umwelt- und Ressourcenbewusstsein in Gemeinde und Region beizutragen.


Kremsmünsterer Soziokratieausbildung sichert Community-Nachhaltigkeit

Der Organisation der Local Energy Community und der Sharing Initiativen kommt dabei besondere Bedeutung zu. Deshalb hat das Projektteam in Kooperation mit dem Soziokratie Zentrum Österreich ein Ausbildungscurriculum für lokale BeraterInnen zur soziokratischen Gesprächsleitung entwickelt und ins Leben gerufen. Zehn lokale InteressentInnen haben sich bereits auf den Weg gemacht, um über Theorie und viel Praxisübungen im Rahmen des Projektes genug Kompetenzen und Sicherheit zu erwerben, um nach Projektende die lokalen (Energy und Sharing sowie Coworking) Communities ab Juli 2022 aktiv weiter betreuen zu können.


Soziokratie zur Selbstorganisation und Entscheidungsfindung

Von der Erprobung des soziokratischen Modells zur Selbstorganisation und Entscheidungsfindung erhofft sich das Projektteam nicht nur wertvolle Impulse für erfolgreiches Community Building und Organisieren nachhaltigen Wirtschaftens in der „Traun4rlter Alpenvorland Region“, sondern auch Impuls für ein effektives und flexibles Management großer, partizipationsorientierter Forschungsprojekte. Zugleich werden Rückschlüsse für effektivere Steuerungsmöglichkeiten komplexer Forschungsprojekte und ähnlicher Vorhaben in anderen Städten und Regionen möglich.

Die Eckdaten des Projektes

Projektzeitraum: 07/2019-06/2022

Konsortialführer: Austrian Institute of Technology GmbH

Partner: Marktgemeinde Kremsmünster, 4ward Energy Research Gmbh; Reiterer & Scherling, sandbichler architekten zt gmbh, Business Upper Austria (Biz Up), Bezirksabfallverband Kirchdorf, IBIOLA Mobility Solutions GmbH, Business & Engineering Wolbring, Gemeinswohl-Ökonomie GmbH, imKonsent – Die Soziokratieberatung OG, the green field – systemische Beratung & Coaching Mang Amon OG, TIZ Kirchdorf, Thomas Schorn

Förderung: Klima- und Energiefonds: rund 633.000 Euro
Gesamtkosten: rund 1,11 Millionen Euro
Basistext: Jürgen Zacharias
Änderungen: Arbeitskreis Kommunikation 29.11.2020

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